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Dieser Band trägt zur Aufklärung des zeitgenössisch-westlichen Freundschaftsverständnisses in seiner Geschichtlichkeit und seinen Traditionszusammenhängen bei, indem er die Konzeptionen der französischen Moralisten Michel de Montaigne, François de La Rochefoucauld und Nicolas Chamfort untersucht. Die Analyse, die sich auf den jeweiligen philosophischen Entwurf des Autors bezieht, ergibt, dass das Nachdenken über Freundschaft in der Moralistik eine eigentümliche Dynamisierung erfährt. Hier ist die Tendenz der zeitgenössisch-westlichen philosophisch-soziologisch-psychologischen Reflexion vorgeprägt, Freundschaft als dialogisches, dynamisches, individuell-konstellatives und damit reflexiv und theoretisch nicht vollständig einholbares Geschehen freizusetzen. Entsprechend nimmt die Autorin abschließend einen Philosophen der Gegenwart in den Blick, der sich durchaus in der Tradition der Moralistik verorten lässt - Michel Foucault. In seinem Entwurf erscheint die in den moralistischen Konzeptionen bereits angelegte Dynamik der Freundschaft gleichsam verabsolutiert.
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