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In Arthur Schnitzlers 1893/94 entstandener, in der Wiener Neuen Revue erstveroffentlichten Erzahlung Blumen berichtet ein Ich-Erzahler in tagebuchartigen Eintragungen von den monatlichen Blumensendungen seiner ehemaligen Geliebten, die auch nach deren Tod weiter eintreffen. Die morbide Atmosphare der ersten Niederschrift nahm Schnitzler durch eine komplizierte Umschichtung und Uberarbeitung des Textmaterials etwas zuruck, dennoch bleibt sie - trotz rationaler Erklarungsversuche - bis zum Ende bestehen. Erst durch den frischen Fruhlingsstrau einer neuen Gefahrtin wird die gespenstische Stimmung aufgehoben. Dieser zehnte Band der historisch-kritischen Ausgabe prasentiert alle nachgelassenen handschriftlichen Materialien - faksimiliert in Originalgroe mit entsprechenden Transkriptionen. Die uberaus komplexe Textgenese wird ausfuhrlich dargestellt und durch den zusatzlichen Abdruck der Umschriften in der rekonstruierten genetischen Reihenfolge veranschaulicht. Der konstituierte Text folgt dem Erstdruck in der Zeitschrift Neue Revue; er wird erganzt durch einen Kommentar und einen Variantenapparat bis zur Ausgabe letzter Hand. Damit lasst sich die Entstehungsgeschichte des Textes nun erstmals exakt nachverfolgen.
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